Der Gedanke hinter der Baumbestattung im Waldfriedhof Waldurne ist so einfach wie er alt ist: Der Mensch kommt aus der Natur und kehrt zu ihr zurück. Was dazwischenliegt, ist ein Leben. Was danach kommt, muss kein gepflegter Steinblock sein.
Karl Martin Gabbey hat den Waldfriedhof Waldurne in Trockenerfurth gegründet, weil er diesen Gedanken ernst nimmt. Nicht als Romantik, sondern als Haltung. Der Wald bei Borken im Schwalm-Eder-Kreis war der richtige Ort: Ca. 3 Hektar in Nordhessen, in Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet, das niemand bebauen oder roden darf. Der Wald ist nicht irgendein Forst. Er ist ein Lebensraum, der bleibt.
Wer im Waldfriedhof Waldurne in Nordhessen beigesetzt wird, ruht in einer zu hundert Prozent biologisch abbaubaren Urne an den Wurzeln eines lebendigen Baumes. Die Asche geht in den Boden über. Der Baum wächst weiter. Nichts muss gepflegt werden, denn der Wald pflegt sich selbst.
Es gibt keine vorgeschriebenen Blumengestecke, keine Jahresgebühren für Grabpflege, hier werden Trauerwünsche erfüllt. Es gibt den Wald, den Baum, eine Namensplatte, die den Ort für Angehörige sichtbar macht.
Das Nutzungsrecht und der Eintrag ins Baumregister sind in jedem Tarif dauerhaft enthalten.
Der Waldfriedhof Waldurne liegt in der Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet. Das ist kein Zufall und kein Marketingargument, sondern eine bewusste Entscheidung.
Der Wald bleibt in einem Zustand der keine Maschinen, keine Forstwirtschaft und keine Bebauung erlaubt. Die Stille ist dauerhaft.
Wer beigesetzt wird, muss nicht nach einem Schema trauern. Im Waldfriedhof Waldurne darf ein Bestatter des Vertrauens die Beisetzung begleiten. Ein freier Trauerredner, oder schlicht die Menschen, die geliebt haben, sind gleichermaßen willkommen um eine Trauerzeremonie auszurichten und zu begleiten.
Die Form der Trauerfeier ist innerhalb eines würdigen Rahmens frei. Ökumenische Andachten sind möglich. Konfessionsgebunden ist der Waldfriedhof Waldurne nicht.
Eine Führung ist der beste erste Schritt. Jeden ersten Sonntag im Monat um 14:00 Uhr, kostenlos, mit Karl Martin Gabbey persönlich oder einem Vertreter.